Krankenversicherung statt Heinzelmännchen
Wer kennt nicht das Märchen von den Heinzelmännchen? Ein Schuster ist durch die Arztkosten seiner kranken Frau so sehr verarmt, dass er nicht mehr aus noch ein weiß. Er kommt mit der Arbeit nicht nach, um seine Rechnungen zu bezahlen. Nur die geheimnisvollen Heinzelmännchen, die Nacht für Nacht in seine Werkstatt kommen und seine Arbeit machen, können ihn retten. Doch selbst dieses Wunder ist nicht von Dauer. Ein Märchen, gewiss… Aber darin spiegelt sich die enorme finanzielle Belastung, die schon in früheren Zeiten durch die Krankheit eines Menschen verursacht werden konnte. Die Kosten für Behandlung und Medizin konnten jemanden leicht in den Ruin treiben. Eine Krankenversicherung gab es noch nicht, als dieses Märchen entstand. Das hat sich zum Glück geändert. Heute sind die meisten Menschen in Deutschland Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung und dadurch vor der Gefahr geschützt, durch eine Erkrankung unter einem Schuldenberg begraben zu werden oder gar der Krankheit ohne Behandlung ausgeliefert zu sein, weil sie den Arzt nicht mehr bezahlen können. Dabei sind die medizinischen Kosten, die einen Kranken erwarten, heute noch höher als damals. Die Pharmafirmen geben Milliarden für die Entwicklung neuer Medikamente aus – und lassen sich diese Kosten über die Preise der Medizin bezahlen. Und die neuesten medizinischen Geräte und Verfahren, etwa die Computertomographie, verschlingen ebenfalls Unsummen. Letzten Endes muss natürlich all das, wie schon immer, der Bürger bezahlen – über die regelmäßigen Beiträge zu seiner jeweiligen Krankenversicherung. Gerade da wird die Sache nun aber spannend: Die vielen Versicherungsunternehmen, die Krankenversicherungen anbieten, nehmen unterschiedlich hohe Beiträge, bieten aber auch unterschiedliche Leistungen an. Es lohnt sich daher allemal, sich nach umfassender Information bewusst für die eine oder andere Krankenkasse zu entscheiden. Dabei sollte auch (je nach Vorlage der gesetzlichen Voraussetzungen) über die Alternative, eine private Krankenversicherung (PKV) nachgedacht werden. Gerade dort allerdings ist dringend zu einem umfassenden PKV Vergleich zu raten, am besten unter Zuhilfenahme eines Experten.

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