Bei den „alten Chinesen“ wurde das Metall in die Karieslöcher gestampft. Im alten China sah man dabei schon die Vorteile, die Blattgold gegenüber anderen Materialien für Zahnfüllungen hat. Europaweit gibt es diese Art der Behandlung von Zähnen etwa seit dem 16. Jahrhundert.

In der modernen Zahnmedizin spielt der Einsatz von Blattgold keine tragende Rolle. Der Oberarzt der Abteilung für diese Form der Zahnheilkunde (konservierende Zahnheilkunde) an der Universität Witten/Herdecke konnte im Rahmen seiner Abschlussarbeit zur Habilitation darstellen und beweisen, dass das uralte chinesische Verfahren für die konservierende Zahnheilkunde auch heute noch ausgesprochen interessant ist. Diese Art der Füllung nennt man Goldhämmerfüllung. Sie hält in den kleinen Karieslöchern etwa 20 Jahre. Das ist die doppelte Haltbarkeit von Amalgam, wobei das Blattgold den Zahn schont. Der Name dieser Füllung kommt von daher, weil des Blattgold in einem ordentlich und sauber ausgebohrten Zahn in mehreren Lagen eingebracht wird. Anschließend wird die Füllung mit vorsichtigen Schlägen eines kleinen Instrumentes fest geklopft. Blattgold verformt sich dabei besonders gut; es liegt dadurch enger als jede andere Füllung am Zahn an. Die dünnen Schichten verbinden sich dabei durch ihre Atomstruktur. So sitzt die Füllung wie angegossen im Zahn. Das Blattgold hat außerdem einen Schutz gegen Bakterien. Das hochwertige Edelmetall ist besonders steril und dazu auch noch sehr gut verträglich. Das sind einige Vorteile, die eine solche Zahnfüllung mit Blattgold gegenüber Amalgam hat, und die man auch heute noch nutzen kann. Ein weiteres entscheidendes Kriterium, das für eine Zahnfüllung auf der Basis von Blattgold spricht, ist der Marktwert. Zahngold kann beim Goldhändler in finanziell schwierigen Zeiten lukrativ veräußert werden. Dabei steigt der Wert des Goldes regelmäßig dann, wenn die allgemeine Finanzlage nicht so günstig ist. Der Goldpreis ist starken Schwankungen unterworfen, Zahngold wird dabei als Bruchgold angeboten.