Dabei gibt es immer zwei Schätzpreise, die möglich sind. Der erste ist der Wiederbeschaffungswert. Dieser gibt den Neupreis des Schmucks an, wenn man ihn beim Juwelier kaufen würde. Es sind alle Steuern und Arbeitskosten enthalten, die bei einem Neukauf anfallen würden. Dabei ist dieser deutlich höher als der Ankaufwert. Es gibt einige Schmuckstücke, beispielsweise aus Gold 750, bei denen der Ankaufwert bei ca. 20 bis 30 % des Wiederbeschaffungswertes. Wichtig ist diese Angabe, wenn man bei seiner Hausratversicherung einen Diebstahl des Goldschmucks melden müsste.
Beim Ankaufpreis handelt es sich hingegen um den Preis, der vom Schätzer oder Juwelier für das Gold 750 bezahlen würde. Fragt man nicht nach, so setzt der Schätzer den viel höheren Wiederbeschaffungswert an und berechnet danach die Gebühr für seine Schätzung. Deshalb sollte man immer nach dem Ankaufwert fragen, wenn die Schätzung für den Verkauf benötigt wird.

Gold 750 – den Schätzer fragen

Eine gute Frage, die man dem Schätzer stellen sollte, ist die, ob der Schätzer das Gold 750 für den von ihm geschätzten Preis auch selbst ankaufen würde. Denn mit utopischen Preisen Schmuckstücke zu schätzen und eine entsprechend hohe Schätzgebühr zu berechnen, ist eine Unsitte. Hierzu sollte man wissen, dass eine Schätzgebühr maximal etwa 3 Prozent betragen kann. Dies ist legitim und in der Branche so üblich. Seriöse Schätzer bestätigen auch schriftlich, dass die Schätzgebühr nach dem Verkauf an den Schätzer zum ermittelten Preis in einer bestimmten Zeitspanne zurück erstattet wird.

Gold 750 – an Privatmann oder Sammler verkaufen

Dass Privatpersonen oder Sammler Gold 750 aufkaufen, liest man oft in der regionalen Tagespresse. Dem Verkäufer wird damit suggeriert, der Sammler würde mehr zahlen, da bei ihm ja im Direktverkauf keine Gewinnmargen anfallen würden. Meist steckt hinter einer solchen Werbung ein Schwarzhändler, der nicht selten Geld abzockt. Sicherheit bietet ein Preisvergleich mit anderen Angeboten, will man sein Gold 750 gewinnbringend veräußern.