Will man das tatsächliche Mengenverhältnis ermitteln, so benötigt man das Verhältnis der beteiligten Atome. Die Zusatzmetalle haben eine deutlich geringe Atommasse. Ihr großer Anteil sorgt dafür, dass die Anzahl der Goldatome nur mit 15-20 % vertreten ist. Deshalb hat Gold 333 auch nicht die Eigenschaften von Gold, denn um die Eigenschaften anzunehmen, müssten über 50 Atomprozent vertreten sein.

Gold 333 in der Praxis

Gold 333 hat eine andere Farbe als Gold 585, Gold 750 oder Gold 999. Es läuft an und ist unbeständig. Außerdem besteht die Gefahr von Spannungskorrosionen, also Brüchen und Rissen. Es ist nicht so abriebfest, wie höherwertiges Gold. Deshalb wird Gold 333 auch oft oberflächenbehandelt. Diese galvanische Veredlung ist oft hauchdünn. Es werden canidische Bäder, wie beispielsweise Kaliumdicyannaurat zur Oberflächenbehandlung genutzt.
Leider bricht Gold 333 schnell, verformt sich und/oder verfärbt sich dunkel. Es ist ziemlich leicht angreifbar. Durch Hautausdünstungen, Pflegemittel für Haare und Körper oder haushaltsübliche Reiniger und andere Chemikalien kann Schmuck aus Gold 333 sich verfärben, reißen oder brechen. Dazu bedarf es zum Beispiel nur eines kurzen Kontaktes mit Schnellentkalker. Im Gegensatz zu Gold 333 kann einer 750er Legierung die Chemie nichts anhaben.
Gerade bei stark beanspruchten Schmuckstücken, wie Ringen, Eheringen und Armreifen empfiehlt sich Gold 333 nicht. Hier ist die Gefahr der Abnutzung bzw. des Abriebes groß. Auch können sich dünne Fingerringe aus diesem Material bei einem kräftigen Händedruck relativ schnell verformen. Bei täglichem Tragen greifen Wasser und Haushaltsreiniger Gold 333 an und sorgen mindestens für ein unschönes Aussehen. Auch Armbanduhren sind dieser täglichen Belastung ausgesetzt und reagieren mit stumpfen Äußeren. Oft sind aber solche Stücke auch nur mit Gold 333 überzogen, d. h. plated oder platiniert.