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Obwohl die Philippinen bereits zu den aufstrebeden Elf (Next Eleven) gehören, werden Sie dennoch von vielen Menschen Europas als arme Länder angesehen. Es gibt dort einen sehr starken wirtschaftlichen Gegensatz zwischen der relativ kleinen reichen Oberschicht und der allgemeinen Mehrheit der Bevölkerung. In Angeles City ist kann man beispielsweise kaum traditionelle Einheimische anfinden, hier wird gänzlich nach westlichen Lebensweisen gelebt.

In Manila gibt es beispielsweise die sichere und saubere Stadt voller Wolkenkratzer namens Makati, wo auch viele internationale Unternehmen ansässig sind.  Allerdings gibt es dort auch sehr ausgebreitete Armenviertel, auch Slums genannt, wo die Stromversorgung und ausreichend Wasser nicht immer gewährleistet sind. Man kann auch ein Nord-Süd Gefälle bezüglich der Einkommen beobachten. Auf der Hauptinsel Luzon, die im Norden liegt, ist sehr viel exportorientierte Industrie angesiedelt wobei hingegen im Süden in den meisten Bereichen nur landwirtschaftliche Industrie angesiedelt ist. Für die Philippinen sind die USA und Japan die wichtigsten Handelspartner. Das größte Handelsgut hier ist Reis, die meisten Exportgüter hingegen sind Elektronik, Transportmittel und Maschinen.
Wenn man Geld in einer Bank auf den Philippinen anlegen möchte, sollte man dies mit Bedacht tun, denn in den Banken sind nur Werte bis zu 250.000 Peso versichert, dies gilt sogar dann, wenn man das Geld auf mehrere Konten der gleichen Bank hinterlegt. Auch die verbreitete Korruption ist oft ein Hemmnis, welches sogar schon dazu geführt hat, dass die Weltbank ihre Projekte stoppte. Die Englisch-Kenntnisse sind auf den Philippinen weit verbreitet, was ihnen ermöglicht einen breiten Dienstleistungssektor anbieten zu können. Viele amerikanische Firmen nutzen die Call-Center Dienste der Firmen, da sie im Gegensatz zu den indischen Call-Centern einen wesentlich verständlicheren Akzent sprechen, der dem amerikanischen sehr nahe kommt. Auch Buchhaltung und Softwareentwicklung sind auf den Philippinen weit verbreitet, da die Absolventen der Hochschulen dort sehr gut ausgebildet werden und dennoch sehr niedrige Gehälter bekommen. Mit einem Wirtschaftswachstum von 20% gehört die Stadt Cebu zu einer der aufstrebendsten Regionen Südostasiens. Vor allem dem IT-Bereich und dem Tourismus werden diese Wirtschaftsimpulse zugeschrieben. Es gibt sogar spezielle, abgegrenzte Wirtschaftsareale die den Export fördern und den dort entstandenen IT-Parks weitestgehend eine Steuerbefreiung sichern. So können ausländische Investoren problemlos in das Land gebracht werden. Dies ermöglicht den Philippinen ein wirtschaftliches Wachstum eine Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage.