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Es gibt Schnäppchenjäger, Kunden mit elitären Ansprüchen und es gibt solche Konsumenten wie mich. Ich vereine nämlich beide Extreme in mir. Einerseits bin ich ständig auf der Suche nach billigen Sonderangeboten, andererseits bin ich bereit, für ein Wunschobjekt ein Vermögen auszugeben. Es wundert dann wohl auch keinen mehr, wenn ich hier und jetzt zugebe, dass ich in der Vorweihnachtszeit alle Apotheken der Stadt abklappere, um Werbegeschenke zu ergattern. Manchmal habe ich Pech und bekomme ein und dasselbe Werbemittel gleich mehrmals, aber dieses geringe Risiko nehme ich in Kauf. Es gibt Schlimmeres. Am Ende der Saison habe ich dann einen ganzen Umzugskarton voller Schätze, die ich eifersüchtig hüte. Einige Werbegeschenke sind ja zum Verbrauch bestimmt, dazu gehören Duschgels, Seifen oder kleine Flaschen Sekt oder Wein. Es gibt aber auch Werbegeschenke, die man einfach nur aufheben kann, tief eingegraben in einer Kiste mit den übrigen Schätzen. Deshalb wird der Karton auch von Jahr zu Jahr voller, denn es bleiben ja immer gewisse Restbestände drin. Der Rest wird verbraucht oder verschenkt und die Kalender erledigen sich von selbst durch Zeitablauf. Aber man kann schließlich die Bilder noch als Postkarten verwenden, meistens jedenfalls. Kalender sind Werbemittel, die vielseitig verwendbar sind. Natürlich kann man sie auch ihrer Bestimmung nach an die Wand hängen. Man kann das Werbemittel Kalender auch als Reservoir für Kochrezepte verwenden oder man freut sich, dass man 12 Glückwunschkarten zur Verfügung hat. Es gibt wohl kaum ein Werbemittel mit einem höheren Gebrauchswert. Allerdings habe ich in meiner Kiste schon mehrere Kalender aus den Vorjahren. Ein Mangel an Glückwunschkarten wird sich bei mir wohl niemals einstellen.